Halotherapie – für Pferde

Für Pferde

Die Halotherapie

Wirkungsvoll und schonend gegen Atemwegsprobleme

Reizungen und chronische Erkrankungen der Atemwege stehen in Europa inzwischen auf der Liste häufiger Probleme bei Reitpferden ganz oben. Die Ursachen für den Anstieg werden oft mit dem Begriff der „Zivilisationskrankheit“ benannt, ohne dabei wirklich aufklären zu können.

Sensible Pferde reagieren bereits mit Atemwegsproblemen, wenn sie staubigem Heu oder zu wenig Frischluft im Stall ausgesetzt sind. Manchmal sind solche Probleme nur passager, oft aber wachsen sie sich zu einer akuten Bronchitis oder zur chronisch obstruktiven Bronchitis aus.
Ein anderes Krankheitsbild, unter dem viele Pferde leiden, ist der Herz- oder Altershusten. Fast immer ist dabei der Selbstreinigungsmechanismus der Schleimhäute, die kontinuierliche Bildung von Schleim als „mukoziliäre Clearance“, gestört. Entzündungen verändern die Konsistenz des Schleims, erhöhen den Auswurf oder erschweren ihn durch mehr Zähigkeit. Die Atmung des Pferdes ist dabei stark beeinträchtigt.

Immer mehr Pferdehalter (und verantwortungsvolle Veterinäre) wollen sich in solchen Situationen nicht mehr auf die Verabreichung von Medikamenten verlassen. Nebenwirkungen und damit verbundene Belastungen für das Pferd haben die Suche nach Alternativen intensiviert. Und es gibt inzwischen Alternativen, die gleichzeitig heilen und schonen.

Grundzüge der Halotherapie Mit der Halotherapie, einem Verfahren, das die Atemluft mit Salz anreichert (Halos = Salz), hat die Humanmedizin bereits vor einigen Jahren Aufsehen erregende Heilungserfolge erzielt. Jetzt lässt sich diese Therapie auch für Pferde nutzen und zeigt schon nach kurzer Anwendungspraxis Erfolge, die Optimismus rechtfertigen. Dies betrifft insbesondere das Behandeln und Ausheilen von Atemwegserkrankungen. Ein großer Nutzen der Halotherapie für Pferde wird aber auch bei der Behandlung von Ekzemen und anderen Hauproblemen deutlich. Ein weiterer Effekt zeigt sich in der nachhaltigen Stärkung des Immunsystems der Pferde.

Die Halotherapie basiert auf den Heileffekten, die durch trockene Salz-Aerosol von hoher Dispersion (zwischen 0,5 mg/m3 und 10mg/m3) erzielt werden können. Einfach ausgedrückt, erlebt das Pferd in einem geschlossenen Raum ein heilendes, salzhaltiges Mikroklima. Dabei gelangen viele Salzpartikel in tiefe Bereiche seiner Atemwege und wirken heilend auf Entzündungen ein.

Als historisches Vorbild der Halotherapie gilt die sogenannte Höhlen- oder Speläotherapie („Speleon“ bedeutet im Griechischen „Höhle“), bei der Salzbergwerke und Höhlen als Anwendungsorte genutzt wurden. Inzwischen gibt es Mittel und Wege, das heilende Mikroklima in Räumen herzustellen.